Sonntag, 18. April 2010
Cairo - Alexandria - Agamy - Strand und zurück
Erstmal um zu zeigen, dass ich noch da bin. Habe ein Wochenende mit Paul im Wasser geplanscht in der Nähe von Alexandria, in Agamy.
Donnerstag, 15. April 2010
Nächste Woche kommt eine Flut...
von Bildern und von Texten. Ich schaffe kaum nachzukommen mit allen Dingen, weil ich gerade so viele verschiedene Dinge mache und sehe. Es gibt noch einiges über den Moued El Hussein zu sagen. Einen Text über 'die Rosine', einen über lange Fingernägel, viele neue Bilder und bis Sonntag verbringe ich jetzt in Alexandria mit Paul (aus dem Schlüpferparadis).
Diese Bilder sind noch vom Bodybuilding Wettbewerb. Montag gibts dann Neues.
Diese Bilder sind noch vom Bodybuilding Wettbewerb. Montag gibts dann Neues.
Mittwoch, 14. April 2010
Morgen erst neue Bilder!
Es gibt viel zu erzählen, denn es gab ein Fest in der Stadt. Aber erstmal kümmere ich mich jetzt um meine letzten Bilder... Dieses ist in der Totenstadt entstanden.
Samstag, 10. April 2010
Der Taxifahrer
'Ich bin ganz ruhig. Ich könnte jetzt sterben und ich weiß auch, dass der Mann neben mir genau weiß was er tut.' So kann man bei vielen Taxifahrten empfinden und dann tritt man am besten nicht allzu feste die gedachte Bremse im Fußraum der Beifahrerseite, denn es könnte sein, dass die Karosse das nicht mitmacht und man tatsächlich mit dem Fuß bremst. Also schließe ich die Augen für einen Moment und überlege, ob ich hier Allah gegenübertreten muss oder, ob sich Petrus um mich kümmert. Ihr glaubt ich übertreibe? Irrtum.
Es handelt sich hierbei um den Beruf des Taxifahrers, nicht um Selbstmordattentäter, wie ich kurz dachte. Diese Leute fahren entweder Teilzeit oder Vollzeit (12-14 Stunden am Tag) Taxi und verschaffen sich so einen Teil ihres Lebensunterhalts – Fahren ist ihre Profession. Sie machen ihren Job verdammt gut und ich fühle mich mittlerweile selbst in brenzligen Situationen sehr sicher, dass sage ich, als Schisser, der Angst davor hat, die Kontrolle zu verlieren. Eine gute Therapie also. Augen auf und dran gewöhnen und ‚er‘ weiß wirklich immer was er tut.
Verkehrsregeln gibt es keine, so scheint es aber der Kaireener ist nahe dran, im Chaos ein System zu finden, dessen bin ich sicher. Man fährt mit Hupen, was nicht blöd ist, nur laut, weil es jeder macht und es gibt da diese unzählige Variationen von Hupen: Achtung! Bin neben Dir! / Ich überhole jetzt! / Pass doch auf! / Blödmann! / Hallo! / Fußgänger lauft! / … Man fährt hier wie ein Wal der sich mit Ultra- oder Infraschall bewegt aber eben hörbar. Noch habe ich den ganzen Hup-Code nicht geknackt.
Am Spiegelgebammsel erkennt man den Moslem oder den Kopten, denn dort hängt entweder eine Gebetskette mit oder ohne Kreuz inmitten von Duftbäumen aller Couleur, Blumenkränzchen und familiären Devotionalien. Oftmals gehört auch zum guten Service die Lautsprecher laut aufzudrehen damit, wenn es nur laut genug ist, man auch verstehen kann, was gesagt oder gesungen wird. Lautstärke ist aber ein anders Thema. Manchmal gibt es Rotlicht im Taxi oder es ist schwarz, dann weiß man, dass man sich besser anschnallt, denn der Fahrer ist dann unter 30 und legt großen Wert auf Maximaltuning seiner Karre sowie auf einen maximalschnellen Transport.
Den Ort, an dem man gebracht werden möchte, sagt man erst durchs immer offene Fenster, sonst fährt man einfach und plötzlich versteht der Fahrer gar nicht mehr wo es hingehen soll. Einige sprechen englisch, was nicht heißt, dass man es einfach haben muss. Geschickt manövriert ‚er‘ sein Fahrzeug durch die Enge der Straßen und macht zur Not auch noch eine neue Fahrspur auf, wo keine ist. Man flutscht durch den Verkehr wie ein Körnchen durch eine Sanduhr.
Es gibt blaue Taxis, die sind überpünktlich und gut geeignet für den Transport zum Flughafen, kosten aber auch mehr und man muss sie 24 Stunden vorher anmelden. Es gibt die Gelben die auch teurer sind, die kenne ich aber noch gar nicht. Es gibt die Weißen, deren Tacho auf E.G. 2,50 stehen wenn man einsteigt und es gibt die Schwarzen die entweder kein Tacho haben und man muss vorher den Preis aushandeln, diese sind dann auch die richtig alten schunkeligen Kutschen, urig und die Armaturenbretter sind bezogen mit Kunst-Fell, Decken oder einem Teppich, auf dem ziemlich viel Geschangel rumsteht. Gerne befindet sich auch ein Behälter mit einer Ölkomposition darauf, der die Nase des Transportierten erfreuen soll. Die Bretter gleichen einer Miniaturbühne eines indischen Musicals, dazu dann gut sichtbar der Koran und die obligatorische Tissue-Box, bezogen mit Fell oder Kissen als Sofa getrant oder als Piano oder sonst was. Wenn man hinten sitzt bekommt man manchmal noch mehr Plüsch, als man als Beifahrer schon aushalten kann, dann nämlich sind die Kopfstützen des Fahrers und die des Beifahrers mit Stofftiergesichtern bezogen. Also Monster oder spongebobähnlichem Ungetier, dass einen dann während der Fahrt nicht aus den Augen lässt.
Dann gibt es noch die schwarzen Taxis die auf weiß machen. Und die Weißen die auf Schwarz machen. Und die, die… Naja es gibt sogar 15.000 Erdgasbetriebe Taxis, die dem Smog aber auch nicht beheben können. Die meisten der schwarzen und weißen Taxis sind Peugeots, Fiats und Dacias. Die neueren Modelle kommen aus dem fernen Osten.
Ampeln gibt es und sie tragen auch die drei Farben, die wir kennen, dennoch haben sie eher die Aufgabe bunt zu blinken. Alles läuft und fährt gleichzeitig. Man kommt nur ohne Rennen über die Straße, wenn man den Blickkontakt zum Autofahrer hergestellt hat. Mikro-Busse allerdings sind im Auge zu behalten, die Fahrer haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Es gibt auch zwei U-Bahn Linien und eine weitere wird gerade errichtet. Verkehr total!
Die Preise für ein U-Bahn-Ticket belaufen sich auf 13 Cent (E.G. 1,-) und die Taxis nehmen entsprechend etwas mehr. Man kann gut von einer Seite des Nils auf die andere für weniger als € 1,50 fahren, wenn man denn nicht beschissen wird.
Die Themen der Taxifahrer sind zumeist Familie, Anliegen in Ägypten und natürlich Fußball. Meistens freue ich mich darauf, denn ich kann mit dem BVB angeben, der einen ägyptischen Spieler hat: Mohamed Zidan. Die älteren Fahrer fangen gerne mal mit Beckenbauer an, gut, dass ist schon meine Generation, aber ich war ja als Kind nicht wirklich mit dem Wunder des Balls vertraut. Also freue ich mich wenn ich dann begreiflich machen kann, dass ich sehr wohl den Herren Beckenbauer oder Rummenigge kenne.
Bis dann unerwartet: Ich höre: ‚Hitler Good‘ und mir geht die Kinnlade auf den Schoß. Klar, einige haben etwas gegen Juden und wir sind da ja mal historisch betrachtet in vieler Menschen Augen vorbildlich mit ihnen umgegangen. Ich versuche nun mit freundlichen Worten klar zu machen, dass ich das gar nicht billige was geschehen ist, aber ich werde nicht verstanden und zum ersten Mal fühle ich mich richtig unbehaglich.
Zu diesem maximalblöden Erlebnis gesellen sich aber auch lustige Taxi-Fahrten, bei denen man dann ganz unauffällig beschissen wird, dann wird plötzlich an der Uhr rumgefummelt und sie läuft schneller oder rast nahezu. Dem Nießer und dem Huster ist das hier auch passiert und sie sollten E.G. 62,- statt ca. E.G. 10,- zahlen. Tapfer sind sie ausgestiegen und haben dem Fahrer 10 gegeben, dann fuhr er hinterher und rief noch ‚Okay, dann eben zwanzig‘. Gestern habe ich mal wieder gestaunt, der Mann hat seine Uhr erst gar nicht angemacht und versuchte dann zu handeln und ich bin direkt wieder raus. Dem Nächsten habe ich das dann erklärt, weil er es beobachtet hat und er schüttelt den Kopf möchte aber Geld von mir für Frau und drei Babies. Ich versuche klar zu machen, dass ich nicht Krösus bin, aber was will man jemanden sagen, der ca. € 80,- in der Woche verdient. Klar bin ich reich, gemessen an ihm. Es gibt ein gutes Trinkgeld und wir beiden kneifen uns eine Auge zu.
Respekt für die Taxifahrer, versuchen sie auch noch mit jedem Trick einen auszunehmen, das gehört hier zur Unterhaltung und ein bisschen Beschiss tut uns auch nicht weh, wenn es um ein paar Kröten geht.
Es handelt sich hierbei um den Beruf des Taxifahrers, nicht um Selbstmordattentäter, wie ich kurz dachte. Diese Leute fahren entweder Teilzeit oder Vollzeit (12-14 Stunden am Tag) Taxi und verschaffen sich so einen Teil ihres Lebensunterhalts – Fahren ist ihre Profession. Sie machen ihren Job verdammt gut und ich fühle mich mittlerweile selbst in brenzligen Situationen sehr sicher, dass sage ich, als Schisser, der Angst davor hat, die Kontrolle zu verlieren. Eine gute Therapie also. Augen auf und dran gewöhnen und ‚er‘ weiß wirklich immer was er tut.
Verkehrsregeln gibt es keine, so scheint es aber der Kaireener ist nahe dran, im Chaos ein System zu finden, dessen bin ich sicher. Man fährt mit Hupen, was nicht blöd ist, nur laut, weil es jeder macht und es gibt da diese unzählige Variationen von Hupen: Achtung! Bin neben Dir! / Ich überhole jetzt! / Pass doch auf! / Blödmann! / Hallo! / Fußgänger lauft! / … Man fährt hier wie ein Wal der sich mit Ultra- oder Infraschall bewegt aber eben hörbar. Noch habe ich den ganzen Hup-Code nicht geknackt.
Am Spiegelgebammsel erkennt man den Moslem oder den Kopten, denn dort hängt entweder eine Gebetskette mit oder ohne Kreuz inmitten von Duftbäumen aller Couleur, Blumenkränzchen und familiären Devotionalien. Oftmals gehört auch zum guten Service die Lautsprecher laut aufzudrehen damit, wenn es nur laut genug ist, man auch verstehen kann, was gesagt oder gesungen wird. Lautstärke ist aber ein anders Thema. Manchmal gibt es Rotlicht im Taxi oder es ist schwarz, dann weiß man, dass man sich besser anschnallt, denn der Fahrer ist dann unter 30 und legt großen Wert auf Maximaltuning seiner Karre sowie auf einen maximalschnellen Transport.
Den Ort, an dem man gebracht werden möchte, sagt man erst durchs immer offene Fenster, sonst fährt man einfach und plötzlich versteht der Fahrer gar nicht mehr wo es hingehen soll. Einige sprechen englisch, was nicht heißt, dass man es einfach haben muss. Geschickt manövriert ‚er‘ sein Fahrzeug durch die Enge der Straßen und macht zur Not auch noch eine neue Fahrspur auf, wo keine ist. Man flutscht durch den Verkehr wie ein Körnchen durch eine Sanduhr.
Es gibt blaue Taxis, die sind überpünktlich und gut geeignet für den Transport zum Flughafen, kosten aber auch mehr und man muss sie 24 Stunden vorher anmelden. Es gibt die Gelben die auch teurer sind, die kenne ich aber noch gar nicht. Es gibt die Weißen, deren Tacho auf E.G. 2,50 stehen wenn man einsteigt und es gibt die Schwarzen die entweder kein Tacho haben und man muss vorher den Preis aushandeln, diese sind dann auch die richtig alten schunkeligen Kutschen, urig und die Armaturenbretter sind bezogen mit Kunst-Fell, Decken oder einem Teppich, auf dem ziemlich viel Geschangel rumsteht. Gerne befindet sich auch ein Behälter mit einer Ölkomposition darauf, der die Nase des Transportierten erfreuen soll. Die Bretter gleichen einer Miniaturbühne eines indischen Musicals, dazu dann gut sichtbar der Koran und die obligatorische Tissue-Box, bezogen mit Fell oder Kissen als Sofa getrant oder als Piano oder sonst was. Wenn man hinten sitzt bekommt man manchmal noch mehr Plüsch, als man als Beifahrer schon aushalten kann, dann nämlich sind die Kopfstützen des Fahrers und die des Beifahrers mit Stofftiergesichtern bezogen. Also Monster oder spongebobähnlichem Ungetier, dass einen dann während der Fahrt nicht aus den Augen lässt.
Dann gibt es noch die schwarzen Taxis die auf weiß machen. Und die Weißen die auf Schwarz machen. Und die, die… Naja es gibt sogar 15.000 Erdgasbetriebe Taxis, die dem Smog aber auch nicht beheben können. Die meisten der schwarzen und weißen Taxis sind Peugeots, Fiats und Dacias. Die neueren Modelle kommen aus dem fernen Osten.
Ampeln gibt es und sie tragen auch die drei Farben, die wir kennen, dennoch haben sie eher die Aufgabe bunt zu blinken. Alles läuft und fährt gleichzeitig. Man kommt nur ohne Rennen über die Straße, wenn man den Blickkontakt zum Autofahrer hergestellt hat. Mikro-Busse allerdings sind im Auge zu behalten, die Fahrer haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Es gibt auch zwei U-Bahn Linien und eine weitere wird gerade errichtet. Verkehr total!
Die Preise für ein U-Bahn-Ticket belaufen sich auf 13 Cent (E.G. 1,-) und die Taxis nehmen entsprechend etwas mehr. Man kann gut von einer Seite des Nils auf die andere für weniger als € 1,50 fahren, wenn man denn nicht beschissen wird.
Die Themen der Taxifahrer sind zumeist Familie, Anliegen in Ägypten und natürlich Fußball. Meistens freue ich mich darauf, denn ich kann mit dem BVB angeben, der einen ägyptischen Spieler hat: Mohamed Zidan. Die älteren Fahrer fangen gerne mal mit Beckenbauer an, gut, dass ist schon meine Generation, aber ich war ja als Kind nicht wirklich mit dem Wunder des Balls vertraut. Also freue ich mich wenn ich dann begreiflich machen kann, dass ich sehr wohl den Herren Beckenbauer oder Rummenigge kenne.
Bis dann unerwartet: Ich höre: ‚Hitler Good‘ und mir geht die Kinnlade auf den Schoß. Klar, einige haben etwas gegen Juden und wir sind da ja mal historisch betrachtet in vieler Menschen Augen vorbildlich mit ihnen umgegangen. Ich versuche nun mit freundlichen Worten klar zu machen, dass ich das gar nicht billige was geschehen ist, aber ich werde nicht verstanden und zum ersten Mal fühle ich mich richtig unbehaglich.
Zu diesem maximalblöden Erlebnis gesellen sich aber auch lustige Taxi-Fahrten, bei denen man dann ganz unauffällig beschissen wird, dann wird plötzlich an der Uhr rumgefummelt und sie läuft schneller oder rast nahezu. Dem Nießer und dem Huster ist das hier auch passiert und sie sollten E.G. 62,- statt ca. E.G. 10,- zahlen. Tapfer sind sie ausgestiegen und haben dem Fahrer 10 gegeben, dann fuhr er hinterher und rief noch ‚Okay, dann eben zwanzig‘. Gestern habe ich mal wieder gestaunt, der Mann hat seine Uhr erst gar nicht angemacht und versuchte dann zu handeln und ich bin direkt wieder raus. Dem Nächsten habe ich das dann erklärt, weil er es beobachtet hat und er schüttelt den Kopf möchte aber Geld von mir für Frau und drei Babies. Ich versuche klar zu machen, dass ich nicht Krösus bin, aber was will man jemanden sagen, der ca. € 80,- in der Woche verdient. Klar bin ich reich, gemessen an ihm. Es gibt ein gutes Trinkgeld und wir beiden kneifen uns eine Auge zu.
Respekt für die Taxifahrer, versuchen sie auch noch mit jedem Trick einen auszunehmen, das gehört hier zur Unterhaltung und ein bisschen Beschiss tut uns auch nicht weh, wenn es um ein paar Kröten geht.
Freitag, 9. April 2010
Mafish Mushkella
06.04.2010 Dienstag
Die Zeit rast. Die Woche ist wieder voll mit Terminen. Heute kann ich meine Filme nicht abgeben, denn der richtige Typ zum Entwickeln ist nicht dort. Er heißt Steve und ich treffe ihn morgen früh bei Kodak. Gerade habe ich nochmals alle meine Negative gereinigt und habe jetzt Musterbeispiele herausgesucht, die ich vorzeigen kann, damit man auch sieht, dass bei der Filmentwicklung falsch gelaufen ist. Keine Katastrophen, aber doch schon Patzer und auch ordentlich Fingerabdrücke.
Mit meiner wiedereingereisten Vermieterin rede ich lange und wir essen ein Eierbrot, war ja auch schließlich Ostern. Heute Abend übernehme ich abwechselnd das Führungsprogramm und nehme den Herrn Dailleux mit in die Makan Bar um seinen musikalischen Horizont zu erweitern.
07.04.2010 Mittwoch
Das Kodak Problem Teil II
Ich flippe fast aus als ich meine Filme abhole und es befinden sich wieder Streifen auf den Negativen. Irgendwie schaffe ich es immer entweder eine Kamera zu kaufen die nicht okay ist und die mir aus dubiosen Gründen 50 % meiner Fotos frisst, an deren Reparatur sich aber auch kein Feinmechaniker der Welt ran traut, weil er sich das Problem selbst nicht genau erklären kann.
Oder ich schaffe es eine Entwickler zu finden, der mir seine Gewürzgurkensoße über die Negative haut oder, oder, oder…
Streifen…Danach laufe ich 7 Stunden durch die Stadt in einem Riesenbogen zurück zu meiner Schlafstädte und steige eigentlich dann schon wieder ins Taxi, um einen Mann zu treffen, der Kairo auch gut kennt und mich wieder mit neue Tipps gibt. Anschließend geht es dann in die Townhouse Gallery mit meiner Vermieterin und wir trinken diverse Tees in einer sehr schönen Straße die unbedingt noch einmal in der Nacht mit Kamera aufsuchen muss. Noch nicht genug an diesem Tag, gehe ich zum Sport bis um 1 Uhr morgens.
08.04.2010 Donnerstag.
Mafish Mushkella
Der Wecker geht um 6. Das Taxi ist um 6 Uhr 30 mit Denis Dailleux da und heute fahren wir wieder zu einer Bodybuilding Competition, meiner letzten, so viel sei verraten, denn motivisch ist das sehr schnell ausgereizt. Also fahren wir mit dem Taxi zu einem Bus und treffen auf sehr viel Muckimänner, die auch nach Ash Sharqiyah wollen. Es ist eine kleine Stadt und nach dem der Bus nach 2,5 Stunden endlich kommt fahren wir auch gleich dorthin. Unsere Fahrt geht quer durch Kairo über Dörfer durch Zagazig, dessen Namen ich schon klasse finde. Ash Sharqiyah liegt nun ca. 100 km nordöstlich von Kairo an einem kleinen Flussarm vom Nil. Ein staubiges kleines Örtchen mit vielen Kindern.
Diese Kinder nun haben scheinbar noch keinen Mann gesehen der blaue Augen hat und über 1,90 m groß ist. Also versammle ich gerne Kinder um mich herum und bewege mich in einer Art Panzer aus Minderjährigen. Diese schauen mich an wollen mich berühren und machen Fotos mit dem Mobiltelefon von mir, das gerne beim Handschütteln und Arm auf den Rücken legen. Ich muss meinen Namen immer wieder auf Zettel schreiben und als ich beginne meinen Namen auf Arabisch aufzuschreiben bin ich der Star im Dorf. Die Bilder gehen von nun an so, dass ich irgendwelche Faxen mache, wie Hasenohren hinter dem Fotografierten Kind neben mir und dann wollen aber auch gleich alle. Ich habe fast mehr Spaß mit den Blagen als an der Competition. Im Ganzen zieht sich der Tag zäh dahin, denn der eigentliche Wettbewerb beginnt erst um 15 Uhr, also 16 Uhr. Meine innere Uhr passt sich langsam an. Mafish Mushkella. Kein Problem.
Der Wettbewerb nun geht recht fix. Nur 5 Stunden lang präsentieren sich Muckimänner aus ganz Ägypten und man findet hier und da auch mal die eine oder andere Spritze, die rumliegt. Meist in einem kleinen abgetrennten Raum auf einem Dach, das zum Anwesen gehört, wo das Ganze stattfindet. Das Dach kenne ich gut, denn hier finde ich minutenweise Entspannung bis ich wieder umzingelt werde von Kleinen.
Also gut es ist langweilig, zugegeben. Und ich trage ein T-Shirt, was mich nicht mehr warm hält. Mein Mittagessen ist eine Tüte Chips und dazu ein Hibiskus Tee. Die Nacht bricht ein um ca. 18 Uhr und es wird windig. Ab jetzt nur noch frieren und gar keine Bilder mehr machen. Dann um 21 Uhr werden wir wieder vom Bus abgeholt und das läuft dann hysterisch schnell ab, eigentlich werden wir getrieben, um dann aber wieder eine dreiviertel Stunde im Bus zu sitzen und auf, ich weiß nicht was, zu warten. Schließlich fahren wir aber und der nette Busfahrer macht auch gerne das Fenster zu, damit wir nicht erfrieren. Ich sitze ganz vorne in der Mitte sprich, wenn ich mich gerade setzte, dann schaue ich das Dach an, wenn ich weiter runterrutsche, um zu sehen, wie ich in den Tod gerissen werde, durch die unmögliche Fahrweise des Busfahrers, dann bekomme ich Rückenschmerzen und weiß nicht wohin mit meinen Beinen. Linderung verschafft mir aber dann nach nur 20 Minuten die Möglichkeit wieder auszusteigen, weil die Kupplung gerissen ist. So verbringen wir dann zitternd vor einem Shop einige Stunden und es gibt zum Abendessen wieder eine Tüte Chips. Hurra, diesmal jedoch mit Wasser statt Hibiskus Tee. Der Ägypter ist ein schneller Organisierer. Zunächst stehen 8 Leute um den Schaden herum und beschauen das Ganze, dann denkt einer nach. Wenn einer dann nachgedacht hat wird sofort umgesetzt und wirklich viele hilfsbereite Menschen schieben uns um uns wieder in Fahrt zu bringen zur nächsten Werkstatt. Diese ist so schnell am Werk, dass man staunen muss. Es wir geschweißt und gehämmert und nach ca. 30 Minuten fahren wir schon wieder weiter. Mafish Mushkella. Und ich darf wieder auf dem Mittelhöcker sitzen ganz vorne. Beim Versuch den Platz zu wechseln gab es dann Genörgel, denn das macht man nicht. Das ist nicht gut für meinen Rücken, aber bei einem bestuhlten Konzert ist das toll, denn man braucht nicht mal seine Jacke als Platzhalter dort zu lassen in der Pause. Das ist selbstverständlich für den ganzen Abend. Am Rande von Kairo angekommen, werden wir ausgeladen und wir suchen einen anderen Bus, der uns irgendwo in die City bringt. Wir, sind im Übrigen immer noch Denis Dailleux und die netten Muckimänner, die man ja nun auch kennt.
Angekommen daheim gehe ich wortlos sofort ins Bett.
09.04.2010 Freitag
Heute scheint es wieder etwas wärmer aber ich schone meine Füße, weil ich später vorhabe längerzeitige Belichtungen in einer Werkstatt Gegend zu machen.
Die Zeit rast. Die Woche ist wieder voll mit Terminen. Heute kann ich meine Filme nicht abgeben, denn der richtige Typ zum Entwickeln ist nicht dort. Er heißt Steve und ich treffe ihn morgen früh bei Kodak. Gerade habe ich nochmals alle meine Negative gereinigt und habe jetzt Musterbeispiele herausgesucht, die ich vorzeigen kann, damit man auch sieht, dass bei der Filmentwicklung falsch gelaufen ist. Keine Katastrophen, aber doch schon Patzer und auch ordentlich Fingerabdrücke.
Mit meiner wiedereingereisten Vermieterin rede ich lange und wir essen ein Eierbrot, war ja auch schließlich Ostern. Heute Abend übernehme ich abwechselnd das Führungsprogramm und nehme den Herrn Dailleux mit in die Makan Bar um seinen musikalischen Horizont zu erweitern.
07.04.2010 Mittwoch
Das Kodak Problem Teil II
Ich flippe fast aus als ich meine Filme abhole und es befinden sich wieder Streifen auf den Negativen. Irgendwie schaffe ich es immer entweder eine Kamera zu kaufen die nicht okay ist und die mir aus dubiosen Gründen 50 % meiner Fotos frisst, an deren Reparatur sich aber auch kein Feinmechaniker der Welt ran traut, weil er sich das Problem selbst nicht genau erklären kann.
Oder ich schaffe es eine Entwickler zu finden, der mir seine Gewürzgurkensoße über die Negative haut oder, oder, oder…
Streifen…Danach laufe ich 7 Stunden durch die Stadt in einem Riesenbogen zurück zu meiner Schlafstädte und steige eigentlich dann schon wieder ins Taxi, um einen Mann zu treffen, der Kairo auch gut kennt und mich wieder mit neue Tipps gibt. Anschließend geht es dann in die Townhouse Gallery mit meiner Vermieterin und wir trinken diverse Tees in einer sehr schönen Straße die unbedingt noch einmal in der Nacht mit Kamera aufsuchen muss. Noch nicht genug an diesem Tag, gehe ich zum Sport bis um 1 Uhr morgens.
08.04.2010 Donnerstag.
Mafish Mushkella
Der Wecker geht um 6. Das Taxi ist um 6 Uhr 30 mit Denis Dailleux da und heute fahren wir wieder zu einer Bodybuilding Competition, meiner letzten, so viel sei verraten, denn motivisch ist das sehr schnell ausgereizt. Also fahren wir mit dem Taxi zu einem Bus und treffen auf sehr viel Muckimänner, die auch nach Ash Sharqiyah wollen. Es ist eine kleine Stadt und nach dem der Bus nach 2,5 Stunden endlich kommt fahren wir auch gleich dorthin. Unsere Fahrt geht quer durch Kairo über Dörfer durch Zagazig, dessen Namen ich schon klasse finde. Ash Sharqiyah liegt nun ca. 100 km nordöstlich von Kairo an einem kleinen Flussarm vom Nil. Ein staubiges kleines Örtchen mit vielen Kindern.
Diese Kinder nun haben scheinbar noch keinen Mann gesehen der blaue Augen hat und über 1,90 m groß ist. Also versammle ich gerne Kinder um mich herum und bewege mich in einer Art Panzer aus Minderjährigen. Diese schauen mich an wollen mich berühren und machen Fotos mit dem Mobiltelefon von mir, das gerne beim Handschütteln und Arm auf den Rücken legen. Ich muss meinen Namen immer wieder auf Zettel schreiben und als ich beginne meinen Namen auf Arabisch aufzuschreiben bin ich der Star im Dorf. Die Bilder gehen von nun an so, dass ich irgendwelche Faxen mache, wie Hasenohren hinter dem Fotografierten Kind neben mir und dann wollen aber auch gleich alle. Ich habe fast mehr Spaß mit den Blagen als an der Competition. Im Ganzen zieht sich der Tag zäh dahin, denn der eigentliche Wettbewerb beginnt erst um 15 Uhr, also 16 Uhr. Meine innere Uhr passt sich langsam an. Mafish Mushkella. Kein Problem.
Der Wettbewerb nun geht recht fix. Nur 5 Stunden lang präsentieren sich Muckimänner aus ganz Ägypten und man findet hier und da auch mal die eine oder andere Spritze, die rumliegt. Meist in einem kleinen abgetrennten Raum auf einem Dach, das zum Anwesen gehört, wo das Ganze stattfindet. Das Dach kenne ich gut, denn hier finde ich minutenweise Entspannung bis ich wieder umzingelt werde von Kleinen.
Also gut es ist langweilig, zugegeben. Und ich trage ein T-Shirt, was mich nicht mehr warm hält. Mein Mittagessen ist eine Tüte Chips und dazu ein Hibiskus Tee. Die Nacht bricht ein um ca. 18 Uhr und es wird windig. Ab jetzt nur noch frieren und gar keine Bilder mehr machen. Dann um 21 Uhr werden wir wieder vom Bus abgeholt und das läuft dann hysterisch schnell ab, eigentlich werden wir getrieben, um dann aber wieder eine dreiviertel Stunde im Bus zu sitzen und auf, ich weiß nicht was, zu warten. Schließlich fahren wir aber und der nette Busfahrer macht auch gerne das Fenster zu, damit wir nicht erfrieren. Ich sitze ganz vorne in der Mitte sprich, wenn ich mich gerade setzte, dann schaue ich das Dach an, wenn ich weiter runterrutsche, um zu sehen, wie ich in den Tod gerissen werde, durch die unmögliche Fahrweise des Busfahrers, dann bekomme ich Rückenschmerzen und weiß nicht wohin mit meinen Beinen. Linderung verschafft mir aber dann nach nur 20 Minuten die Möglichkeit wieder auszusteigen, weil die Kupplung gerissen ist. So verbringen wir dann zitternd vor einem Shop einige Stunden und es gibt zum Abendessen wieder eine Tüte Chips. Hurra, diesmal jedoch mit Wasser statt Hibiskus Tee. Der Ägypter ist ein schneller Organisierer. Zunächst stehen 8 Leute um den Schaden herum und beschauen das Ganze, dann denkt einer nach. Wenn einer dann nachgedacht hat wird sofort umgesetzt und wirklich viele hilfsbereite Menschen schieben uns um uns wieder in Fahrt zu bringen zur nächsten Werkstatt. Diese ist so schnell am Werk, dass man staunen muss. Es wir geschweißt und gehämmert und nach ca. 30 Minuten fahren wir schon wieder weiter. Mafish Mushkella. Und ich darf wieder auf dem Mittelhöcker sitzen ganz vorne. Beim Versuch den Platz zu wechseln gab es dann Genörgel, denn das macht man nicht. Das ist nicht gut für meinen Rücken, aber bei einem bestuhlten Konzert ist das toll, denn man braucht nicht mal seine Jacke als Platzhalter dort zu lassen in der Pause. Das ist selbstverständlich für den ganzen Abend. Am Rande von Kairo angekommen, werden wir ausgeladen und wir suchen einen anderen Bus, der uns irgendwo in die City bringt. Wir, sind im Übrigen immer noch Denis Dailleux und die netten Muckimänner, die man ja nun auch kennt.
Angekommen daheim gehe ich wortlos sofort ins Bett.
09.04.2010 Freitag
Heute scheint es wieder etwas wärmer aber ich schone meine Füße, weil ich später vorhabe längerzeitige Belichtungen in einer Werkstatt Gegend zu machen.
Dienstag, 6. April 2010
In Anlehnung an...
die Maschrabije, das sind geschnitzte Gitterwerke aus Holz, diente dem Sichtschutz, dies ist natürlich eine Pflanze im Vordergrund
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